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Was würdest Du... ...mit einem bedingungslosen Grundeinkommen machen? Teil 6 Derzeit habe ich zwei Jobs, von denen ich meinen Lebensunterhalt bestreite. Beide Jobs sind mit freien Dienstverträgen geregelt. Die Zeit, die ich brauche, um von einer zur anderen Arbeitsstelle zu gelangen, bezeichne ich als Freizeit. Die freie Mitarbeit bei Medien, befristete Jobs in Museen, schlecht bezahlte Lehraufträge an Hochschulen u.a. lassen sich mit dem Engagement in politischen Zusammenhängen verbinden. Gegenüber den Nachbar_innen im Wohnhaus, den Kassier_innen im Supermarkt, den Zeitungsausträger_innen macht der junge akademische Nachwuchs, der bisweilen noch mit einem oder einem halben oder Viertelbein im etablierten Hochschulbetrieb steckt, die tonangebende Mehrheit in den politischen Zusammenhängen, in denen ich mich bewege, aus. Diese soziale Ungleichheit ließe sich durch ein bedingungsloses Grundeinkommen verändern. Es könnte Platz geschaffen werden abseits der Zwänge und Logiken des professionellen Jonglierens, das ohne Multitasking gar nicht vorstellbar ist. Platz für eine Existenz, in der Anerkennung und Respekt nicht nach dem Grad der Erschöpfung gemessen und vergeben wird. Platz dafür, Zeit mit den Kindern einer Freundin verbringen zu können, während sie – nein, nicht während sie arbeitet –, während sie ins Schwimmbad geht. Platz dafür, den Aktionstag gegen Abschiebung am Flughafen und die Vorbereitung dafür zur Tagesbeschäftigung mehrerer Wochen machen zu können. Platz dafür, Freizeit und Urlaubsplanung durch freie Zeit zu ersetzen. Platz dafür, das bedingungslose Grundeinkommen für alle, die hier leben, zu verwirklichen. online seit 20.07.2010 14:20:25 (Printausgabe 50) autorIn und feedback : Katharina Morawek |
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