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Rebellinnen auf der Leinwand Die FrauenFilmTage widmen sich heuer „unsichtbaren Rebellinnen“. Mit Verlosung! In der Großstadt zu Grunde gehen Es sind sechs Frauen, die im avantgardistischen Episodenspielfilm „UmdeinLeben - Immer das Scheißbeste aus allem machen“ auf ungewöhnliche Weise im Zentrum stehen. Ob Ringerin, Geschäftsfrau, Politikerin, oder Barkeeperin – sie wollen im Großstadtdschungel überleben und scheitern an dem Ideal der unabhängigen, starken Karrierefrau. Stattdessen fristen sie ein Dasein zwischen Selbstverwirklichung und Nervenzusammenbruch, protokolliert in ausschweifenden Monologen: „Das Leben ist so schön wie man es sich glaubt“. Damit kreiert Regisseurin Gesine Danckwart ein subversives Bild der Frau, die funktionieren muss. Die vom Theater kommende Autorin legt ein eigenwilliges Filmdebüt hin. Der Film lebt von plastisch wirkenden Bildern und eigentümlichen Charakteren (gespielt von Maren Kroymann, Anne Ratte-Polle, Caroline Peters, Bettina Stucky u.a.). Trotz exklusiv weiblicher Beteiligung ist der Film kein exklusiver Frauenfilm: „Wo es ums Leben in unverwüstlich neoliberalen Zeiten geht, sind die Geschlechter letztlich sekundär“ (Welt Online). Liberianische Friedensaktivistinnen In einer beachtlichen Anzahl der bei den FrauenFilmTagen gezeigten Filme geht es um afrikanische Frauen, die gegen Missstände ankämpfen, dabei aber bisher im Hintergrund blieben: Der Dokumentarfilm „Pray the devil back to hell” rückt Aktivistinnen der liberianischen Friedensbewegung in den Mittelpunkt. Unabhängig von ihrer Religion schlossen sich Frauen in Liberia zusammen und trugen wesentlich dazu bei, dass der 14 Jahre andauernde liberianische Bürgerkrieg 2003 beendet wurde. Österreichische Zeitzeuginnen Doch auch hierzulande gibt es Frauen, die für Gerechtigkeit kämpf(t)en: Die 80-jährige Helga Emperger erzählt in „Wilde Minze“ von ihrer Mutter Maria Peskoller, die maßgeblich am Villacher Widerstand beteiligt war und Kontakte zu kärntner-slowenischen PartisanInnen, entflohenen ZwangsarbeiterInnen und WiderstandskämpferInnen in der Deutschen Reichsbahn hatte. 1944 wird sie von dem berüchtigten Volksgerichtshofpräsident Roland Freisler verurteilt und hingerichtet. Die damals 16-jährige Helga Peskoller entging einer Anklage und überlebte. 65 Jahre später willigte sie ein, den Filmemacherinnen Jenny Gand und Lisa Rettl ihre Geschichte zu erzählen - „Den Nazis zum Trotz.“ „Der Krieg im Wohnzimmer“ Ein ebenfalls sehr persönliches Familienporträt ist der Dokumentarfilm mit dem etwas sperrigen Titel „9/11, Marschall Tito, meine Mutter und wie sie auf einmal jüdisch war“. Im Mittelpunkt steht die Mutter des Filmemachers Ivan Siljic. Das Leben der gebürtigen Kroatin war immer schon von politischen Ereignissen geprägt, zeigt Siljics eindrucksvoll mit Originalbildern und Erzählungen seiner Mutter: Kindheit und Jugend in Zagreb, 68er-Bewegung, anschließend Flucht nach Wien. Als die „Tito-Blase platzt“ und der Krieg in Jugoslawien ausbricht, reist sie nach Kroatien und bringt den Menschen das Nötigste, nimmt die Kamera selbst in die Hand und filmt das zerstörte Land. Und „plötzlich war der Krieg im Wohnzimmer“, denn Siljics Mutter bietet zig Flüchtlingsfamilien Unterschlupf in ihrer Wiener Wohnung. Dass Hilfsbereitschaft auch negative Seiten haben kann, wird im Gespräch mit Siljics Schwester Silvija spürbar – sie war damals 16 und fühlte sich vernachlässigt. Silvija und Ivan sind ImmigrantInnen zweiter Generation: Österreicher, aufgewachsen in Wien, sie kennen Kroatien nur aus den Sommerferien. Doch was sind sie? Jugos oder WienerInnen, KatholikInnen oder JüdInnen? „Es geht nicht darum, eine Kultur zu verkörpern“ sagt Silvija – „sondern darum, sich und seine Herkunft zu akzeptieren.“ Die FrauenFilmTage finden von 25.2. bis 4.3.2010 zum siebten Mal statt. Für den Eröffnungsfilm “Nothing Personal” von Urszula Antoniak am 25. Februar im Filmcasino verlosen wir 3x2 Tickets (redaktion@MALMOE.org). Alle anderen Filme werden im Filmhauskino am Spittelberg gezeigt. Das ist ab 1. Februar zu finden unter: http://www.frauenfilmtage.at, Facebook und Twitter. Die FrauenFilmTage werden von proFRAU – Plattform für Frauenrechte organisiert. online seit 22.02.2010 10:05:16 (Printausgabe 49) autorIn und feedback : Bettina Figl |
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Einmischungen Eine neues Buch liest die Studierendenbewegung mit Antonio Gramsci [02.12.2011,Heide Hammer] Runter vom Berg Band zur erfolgreichen Kampagne gegen das Ulrichsbergtreffen erschienen [26.11.2011,jas] music.power.revolution Eine Geschichte der Girls Rock Camps [12.11.2011,Steph Kiessling] die vorigen 3 Einträge ... die nächsten 3 Einträge ... |
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