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  MIXTAPE VON BLISS

BLISS ist ein offenes Format für elektronische Musik und Kunst rund um avancierte Clubkultur.

Mein Mixtape besteht aus einigen musikalischen Ereignissen (Dinge wie Tracks, EPs, Konzerte, Mixtapes, Crews, Szenen, Clubs usw.) die ich spannend finde.

Lotic – Damsel in Distress
(Janus 2014)
Die Berliner Clubveranstaltung Janus steht, ähnlich wie Venus X’s Partyreihe GHE20G0TH1K, für radikale Ausdrucksfreiheit alternativer/queerer Jugendkultur. Die Events promoten einen eigenständigen Stil und Sound der mit bestehenden Ideologien der Clubkultur bricht. Ihr Programm promotet Open-Source Ethik und unterrepräsentierte Musiker_innen. Janus Resident DJ Lotic’s Damsel Mix ist exemplarisch für seine musikalischen Einflüsse, sowie Einflüsse aus einer Szene an Musiker_innen, deren Stil Adam Harper treffend als „epic collages“ bezeichnet.

TCF – 486669f0e9b8990384108f3d54c6a8
(Soundcloud 2013)
Diese noisigen Kollagen verbinden Pop Elemente mit brutalen Sound-Effekten. TCF benutzt ähnliche Stilmittel, ist aber noch stärker von westlicher Clubmusik beeinflusst als Produzenten wie Lotic, Total Freedom und E+E, bei denen dem Einsatz von R&B Elementen mehr Platz eingeräumt wird. Diese geläufigen (verzerrten, zerstörten) Pop Elemente helfen den Künstler_innen dabei, im Meer von Online-Noise ein wahrnehmbares Signal zu senden. Ganz ohne solche Referenzen kommt eine eigenständige afro-portugiesische Szene aus:

DJ Nigga Fox – Makuza
(Soundcloud 2013)
Isoliert vom Zentrum Lissabons entsteht in den afro-portugiesischen Suburbs aka „projects“, unabhängig von einer manchmal in sich gekehrten elektronischen Avantgarde, ein Mix aus Kuduro, Tarraxinha, House und Techno. Nigga Fox gehört bereits zu einer Reihe neuerer Acts die abseits von Kuduro experimentieren und schnell einen eigenständigen Stil entwickelt haben. Sein DJ Set bei BLISS im Mai war eines der Besten bislang!

Holly Herndon – Herndon
(Rvng Intl. 2014)
Ob nun Avantgarde, Guetto oder sozial-kritisch, am Ende steht die Musik in all ihren Erscheinungsformen im Vordergrund: live, online, interdisziplinär, AV oder einfach auf CD. Eine Künstlerin bei der all diese Elemente meist sehr gut umgesetzt sind ist Holly Herndon. Sie untersucht musikalisch, konzeptuell, in Vorträgen und Ausstellungen die Beziehung zwischen Mensch, Computer, Privatsphäre und Internet. Trotz dieser formellen Vielfalt leidet ihre live Umsetzung nicht, ihre Konzerte sind in der Regel großartig und detailreich: Am Donaufestival 2012 erklärte Holly Herndon den Audiotechniker_innen warum das Baumaterial des Daches über Halle3 die Sub Bässe beeinflusst. Das konnte auch ein sehr engagiertes Festivalteam nicht mehr ändern. 2015 wird Herndon ein Album veröffentlichen, das sicherlich auch hierzulande viel Aufsehen erregen wird!

Boychild performs
to Physical Therapy

(Vimeo 2014)
Die tatsächliche live Show wird in all ihren Formen immer wichtiger. Künstler_innen wie Mykki Blanco bauen auf Performativität. Die Grenzen zwischen bildender Kunst, Aktivismus, Performance und Musik verschwimmen zu Gunsten spannender Kunstformen, die sich frei von vordefinierten Disziplinen bewegen. Die Künstlerin tritt sowohl im Berghain als auch im MOMA und auf einschlägigen Festivals auf. The future is wide!

More: www.bliss.moun10.fm

online seit 16.02.2015 23:06:12 (Printausgabe 69)
autorIn und feedback : Bliss




The beat goes on and on and on …

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[31.05.2017,Christian König]


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Die defintive Selektion des Wiener Techno-Produzenten
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